Warum?

warum

Warum mußte das passieren? Warum bist Du nicht etwas später aus dem Haus gegangen? Warum war ich nicht da? Warum habe ich dir gestern nicht gesagt, wie sehr ich dich liebe?

Wieder und wieder gehen mir all diese und andere Fragen nach dem „Warum“ durch den Kopf, weil ich nicht verstehen und begreifen kann, was jetzt bittere Realität ist. „Warum?“ Manchmal klammere ich mich an die Hoffnung, dass mir Antworten helfen und etwas von meiner Ruhelosigkeit nehmen würden oder dass ich dadurch vielleicht akzeptieren und annehmen könnte, was geschehen ist. Aber vermutlich würden wohl auch Antworten nichts ändern, denn du bist nicht mehr da und nichts bringt dich zurück.

Die Frage nach dem „Warum“ drängt sich Ihnen in Ihrer Trauer vielleicht immer und immer wieder auf, und Sie erhoffen sich von einer Antwort Erleichterung, obwohl Ihnen bewusst ist, dass auch eine Antwort den Tod nicht ungeschehen machen kann und somit letztlich nichts ändert. Dennoch kreisen die Fragen weiter um das Unfassbare.

  • Warum musstest du mich verlassen?
  • Warum konnte niemand helfen?
  • Warum passiert mir das?
  • Warum konnte ich nicht sterben?

Auf all diese Fragen wird es keine befriedigenden Antworten geben. Sie sind ein Ausdruck Ihrer Verzweiflung, der Sie mit einer Antwort entkommen möchten. Die ständig wiederkehrenden Fragen und die Suche nach Antworten führen zu einer Ruhelosigkeit, die sich nicht legen kann, so lange Sie nicht davon ablassen…