Trauergedichte

Abschied

Kaum noch Kraft, aber so viel Liebe.
Kaum noch Worte, aber Gesten voller Zärtlichkeit.

Ich saß an deiner Seite und wollte nirgends woanders sein.
Ich lies dich gehen und weiß, dass wir uns wiedersehen.

© Diana Mirtschink

 

Sehnsucht

Sehnen und suchen ist wie ein wildes Tier in mir.
Wann wird es ruhen?

Wenn ich gefunden habe, was ich suche?
Wenn ich aufhöre zu suchen?

Doch was suche ich noch,
wo ich dich nicht mehr finden kann?

Ich habe alles bessen.
Der flüchtige Augenblick hat viel vergessen.

Er bringt Neues, aber dich nicht zurück.
Mit deinem Tod scheint verloren all mein Glück.

Doch meine Liebe zu dir überdauert die Zeit.
und die Erinnerung an dich macht mein Herz ganz weit.

© Diana Mirtschink

 

Trauer hat viele Gesichter

Sie kommt heftig,
sie ist schmerzvoll,
sie lähmt,
sie vereinnahmt,
sie verletzt,
sie macht manchmal wütend,
sie lässt sich kaum kontrollieren,
sie ist immer an deiner Seite,
sie nimmt die Leichtigkeit,
sie bringt die Sehnsucht,
sie ist dunkel,
sie erschöpft…

Aber sie ist auch ein Begleiter.

Sie will dich schützen,
sie will dich trösten,
sie führt dich,
sie lässt dich erinnern,
sie zeigt dir die Liebe,
sie weckt dein tieferes „Ich“,
sie bringt dir Verbundenheit,
sie hilft dir den Verlust zu heilen.

Gib ihr die Zeit, die sie dafür braucht.

© Diana Mirtschink

 

 Du fehlst!

Was gibt es mehr zu sagen.

Meine Wünsche bringen dich nicht zurück,
Meine Sehnsucht nach dir lässt sich nicht stillen.
Meine Erinnerungen sind mir zu wenig.
Meine Trauer kann ich nicht ignorieren.

Doch meine Liebe lässt sich dadurch nicht bezwingen.

© Diana Mirtschink

 

Angst

Sie kann dich lähmen
und alles was je war, in Frage stellen.

Sie kam ungebeten,
nahm Raum und täglich auch ein Stück von dir.

Aber nun ist es an der Zeit,
sie wieder gehen zu lassen.

Schau sie dir an, beobachte sie
und weiche ihr nicht aus.

Lass sie noch sagen, was sie dir zu sagen hat,
aber überlasse ihr nicht länger die Macht.

Sie wird ganz schwach, wenn du stark bist
und sie wird ganz klein, wenn du groß bist.

Nur du allein bestimmst, wohin du steuerst
und mit Liebe überwindest du die Angst!

© Diana Mirtschink

 

Schau hin

Kein Sonnenstrahl dringt heute durch die Wolkenwand.

Dein Herz ist schwer, auf den Schultern so viel Last.

Den Joker im Spiel des Lebens haben gerade andere in der Hand.

Was könnte dich jetzt noch retten?
………………..
Schau hin; um dich herum sind nicht nur Probleme, Trauer und Schmerz.

Es gibt auch unzählige wundervolle Augenblicke:

Sieh die Neugier und das Staunen eines Kindes,
Sieh in den Augen eines alten Menschen die gelebten Jahre,
Erkenne die Harmonie der Natur rings um Dich herum…

Nimm all das wahr, richte Dich auf,
blicke mutig geradeaus und schenke dem Kind in dir ein Lächeln.

© Diana Mirtschink

 

Abendstunde

Kommt die Ruhe oder die Unruhe zu mir heut Nacht?
Wie werde ich es schaffen, dich nicht schmerzvoll zu vermissen?
Finde ich Schlaf ohne lange zu grübeln?

Doch was wäre, wenn da kein Gedanke an dich mehr auftaucht? Leere?
Und was wäre, wenn ich nicht von dir träumen könnte?

Es ist still ohne dich.
Aber ohne die Erinnerung wäre alles für mich nur halb so intensiv:
der Schmerz, wie die Liebe.

© Diana Mirtschink

 

Ein Jahr ohne dich

Ich sehe dich noch immer vor mir, wie ich dich alle Zeit gesehen habe.
Dein Lachen, deine Güte, deine Herzlichkeit, deine grenzenlose Liebe.

Ich fühle alles, was ich immer für dich empfunden habe.
Du bist mir so nah, als wärst du nicht gegangen.

In der Erinnerung höre ich deine Stimme, sehe ich deine Augen
und spüre deine Hand in meiner.
Es kommt mir so vor, als hättest du mich erst gestern zum letzten Mal umarmt.

Das du mich ein Stück meines Weges begleitet hast, nenne ich Glück
und erfüllt mich mit tiefer Dankbarkeit.
Der Tod kann uns nicht nehmen, was du hinterlassen hast.

© Diana Mirtschink

 

Vermächtnis

Die Trauer bringt mich dir ganz nah.
Die Erinnerung lässt mich mit dir verbunden sein.
Die Dankbarkeit macht es leichter.
Die Liebe zu dir erfüllt mein Herz.

© Diana Mirtschink

 

Unausgesprochen

So vieles wollte ich dir noch sagen. Ich dachte wir haben ewig Zeit.
Nun sende ich dir meine stummen Worte in die Unendlichkeit.

© Diana Mirtschink

 

Trauersplitter

Durch deinen Tod
ist unser gemeinsames Glück
unwiederbringlich zerbrochen.

Nur noch Scherben-
wohin ich auch schaue.
Matt und glanzlos
spiegeln sie mir meine Trauer.

Bunt sind nur
die Scherben der Erinnerung.
Sie leuchten in der Sonne
und ich baue ein Mosaik daraus.

Die spitzen Scherben
des Verlustes jedoch
verletzen mich
wenn ich sie vergrabe.

Wie ein spitzer Stachel
sitzt der Schmerz dann
unter der Oberfläche
und trifft mich unvorbereitet
mitten ins Herz.

© Diana Mirtschink

 

Nie im Streit

Gehe nie im Streit
mit einem geliebten Menschen auseinander.
Schenke ihm noch ein letztes Lächeln
und einen lieben Gruß zum Abschied.
Denn könntest du ihn nie mehr wiedersehen,
würde die Last von tausend ungesagten Worten
und das stille Flehen um Verzeihung
dein Herz unendlich erschweren.

© Diana Mirtschink

 

Ich habe die Wahl

Ich bade im Schmerz meiner Traurigkeit,
als gäbe es keine anderen Gefühle, die mich tragen könnten.

Doch es liegt ganz an mir, was ich wähle
und ich kann in jedem Moment neu entscheiden.

© Diana Mirtschink

 

Meine Bitte

Schenke mir einen Traum heut Nacht
so voller Liebe.

Schenke mir ein Zeichen,
dass ich spüre, du begleitest mich.

© Diana Mirtschink

 

Endlos

Das Meer unter mir,
der Himmel über mir
und du bei mir…
in meinem Herzen,
in meinen Gedanken.

© Diana Mirtschink

 

Gib nicht auf

Eine schwere Last.
Ein steiler Weg.
du kannst das alles schaffen.
Du bekommst immer nur so viel,
wie du auch tragen kannst.
Vertraue, lebe, liebe und gib nie auf!

© Diana Mirtschink

 

Fehlende Worte
Wenn ein geliebter Mensch stirbt, fehlen die Worte
und wir sind unfähig auszudrücken was wir fühlen.

Es ist unfassbar, unbegreiflich, unvorstellbar.
Es ist unendlich schmerzlich.
Es macht hilflos, wütend, ängstlich, ohnmächtig.
Es lässt manchmal alle Hoffnung und Zuversicht verlieren.
Es bringt Verzweiflung, Sehnsucht und Tränen.

Das alles wird in der Trauer so erlebt.
Und manchmal glaubt man, es hört nie auf.
Doch unmerklich verändert es sich auch.
Was immer bleibt sind die Liebe und die Erinnerungen
und diese überdauern den Schmerz.

© Diana Mirtschink

 

Und während der Wind
noch über hundert Jahre alte Gräber streift,
sind die Liebenden längst wieder vereint.

© Diana Mirtschink

 

Kein anderer

Ein anderer hat nun deinen Parkplatz
Ein anderer macht deine Arbeit
Ein anderer bucht die Reise…

Die Welt ordnet sich neu,
Lücken werden geschlossen.

Aber nicht die Lücke,
die du in meinem Herzen hinterlassen hast.
Kein anderer kann sie schließen.
Kein anderer ist so wie du.

In meiner Welt gehst du niemals verloren.

© Diana Mirtschink

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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